Steve Schubert - Blog

Donnerstag, 26. Mai 2016

Thüringens schönste Kulturnacht!

Steve Schubert live in Zeulenroda

Steve Schubert live in Zeulenroda
Steve Schubert live in Zeulenroda, Foto: Marcus Daßler

Die vierte Zeulenrodaer Kulturnacht fand bei wunderschönem Wetter und vor zahlreichem Publikum statt. Es war ein bunter Abend voller Kunst und Unterhaltung.

Wie weit wir gehen...

Ich hatte erneut die Ehre dabei sein zu dürfen. Mein Konzert spielte ich diesmal unter freiem Himmel und vor deutlich mehr Zuschauern als noch vor zwei Jahren. Zu hören gab es Songs von Bob Dylan, Gerhard Gundermann und – natürlich – von Steve Schubert. Die Zeit verging mal wieder viel zu schnell. Ich bedanke mich bei allen die zugehört, geklatscht und gefeiert haben.

Steve Schubert live in Zeulenroda
Steve Schubert live in Zeulenroda, Foto: Marcus Daßler

Danny sei Dank...

Mein besonderer Dank gilt Danny (Genialer Sound Alter! Danke für die Batterie. Der Tee war edel. Der Kaffee natürlich auch. Die Box muss ich haben. Aber die Neonröhre war Mist.) für die ganze Organisation des Konzerts. Es war schön bei euch in Zeulenroda und ich komme gern wieder… ;)

Samstag, 14. Mai 2016

AECHT SCHLENKERLA RAUCHBIER in Bamberg

Zu Besuch in einer anderen Zeit

Unterwegs in Bamberg
Unterwegs in Bamberg

Über Pfingsten war ich wieder einmal unterwegs in Bamberg. Die Weltkulturerbe-Stadt hat es mir einfach angetan. Ich liebe die einmalige Atmosphäre dort und kann jedem nur empfehlen der Stadt einmal einen Besuch abzustatten.

Die Knochen der Heiligen...

Vom Bahnhof aus läuft es sich ganz entspannt - in ca 15 Minuten - in Richtung Stadtkern. Von dort aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zum "Alten Rathaus" und zum "Dom". Gegen 10 Uhr ist es dort auch noch nicht so überlaufen. Man trifft vereinzelt auf Reisegruppen, aber das hält sich in Grenzen. Nach einem kurzen Besuch im Dom, wollte ich mir heute unbedingt das Diözesanmuseum anschauen. Es zeigt neben dem Bamberger Domschatz auch mittelalterliche Textilien wie den Mantel der Kaiserin Kunigunde oder Ornat von Papst Clemens II. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Reliquiare. Aber naja…

Weiter auf ein Rauchbier - ins berühmte Schenkerla. Es war wunderbar diese Bamberger Spezialität im Sonnenschein zu genießen. Es heißt, wer in Bamberg war und kein Rauchbier getrunken hat, der war nicht in Bamberg. Da ist was dran. Am Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Nürnberg.

Unterwegs in Bamberg
Unterwegs in Bamberg

Mittwoch, 06. April 2016

DIE SONNE TÖNT NACH ALTER WEISE

Steve Schubert live im E-Werk Erlangen

Steve Schubert
Steve Schubert live E-Werk Erlangen, Foto: Maryam Scholz

Der Weg zum E-Werk gestaltet sich nicht soooo ganz einfach. Es gibt jede Menge Umleitungen zu meistern. Nach drei vergeblichen Versuchen dem E-Werk mit dem Auto näher zu kommen, geben wir schließlich auf, parken so nah wie möglich, und bewältigen den Rest zu Fuß. Da ich für den heutigen Auftritt nur meine Gitarre benötige (der Rest der PA steht schon) ist dies auch nicht weiter schlimm. So erreichet man schliefllich doch noch (sogar relativ pünktlich) - gegen 20:10 Uhr - das E-Werk.

Ihr wisst, auf unsern deutschen Bühnen...

Es hat sich schon reichlich Publikum dort eingefunden und es gibt kaum noch einen freien Platz. Von Maryam (Organistation/Saitenwechsel) werde ich freundlich in Empfang genommen. Sie erklärt mir kurz den Ablauf, händigt mir eine Getränkemarke aus und geleitet mich an meinen Tisch. Kurze Zeit später gebe ich der Moderatorin Lisa (Lokale Leidenschaften) noch ein kleines Interview und dann geht es auch schon mit dem ersten von insgesamt fünf Acts los.

E-Werk Erlangen
Die Kellerbühne, Foto: E-Werk Erlangen

Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten...

Nach einer tollen Anmoderation von Lisa betrete ich die Bühne und habe sofort wieder dieses altbekannte und tolle Gefühl, welches man nur erleben und verstehen kann, wenn man selbst mal vor Publikum spielt. Die Zeit während des Auftritts vergeht wie im Flug. Man nimmt die Welt von der Bhne aus einfach anders wahr. Die Gesetzmäßigkeiten von Raum und Zeit scheinen aufgehoben. Das Publikum applaudiert und dann ist es auch schon wieder vorüber. Ein grandioser Start in die Konzertsaison 2016!

Ich freue mich auf die kommenden Auftritte und bedanke mich bei allen, die diesen Abend im E-Werk möglich gemacht haben (u.a. bei: Clara, Maryam, Lisa und Frank).

Mehr Bilder gibt es hier

Sonntag, 31. Januar 2016

Der maskierte Troubadour verzaubert Leipzig

Das Gewandhaus Konzert

Bob Dylan Live 2015 - Gewandhaus Leipzig
Bob Dylan Live in Leipzig 2015

Im Oktober 2015 gastierte »Bob Dylan and his Band«, im Rahmen der Neverending-Tour, im Gewandhaus zu Leipzig. Neben altbekanntem, gab es auch bei diesem Konzert wieder jede Menge Überraschungen. Aber lest selbst.

Kreativ bis in die Spitzen

Es war das zweite Dylan-Konzert in einem Jahr. Nach der Brosse Arena in Bamberg, nun also – wie Mozart breits gut 230 Jahre zuvor – das Gewandhaus zu Leipzig. Der Vergleich mit Wolfgang Amadeus liegt in vielerlei Hinsicht nah. Beide waren Revolutionäre Ihrer Zeit. Und beide waren unermüdlich unterwegs. Kreativ bis in die Haarspitzen.

Bunt wie Picassos Farbpalette

Die Setlist wahr annähernd die Gleiche wie in Bamberg, und im Jahr zuvor in Zwickau. Doch der Gesang hat definitiv eine Wandlung durchlebt. Ich weiß nicht auf wieviele verschiedene Arten Dylan seine Lieder schon gesungen hat. Wie oft er sie auseinandergerissen und wieder neu zusammengefügt hat. Es ist letzlich auch egal. Was zählt, ist das Ergebnis und das kann sich Anno Herbst 2015 hören lassen. Der Facettenreichtum der Stimme so bunt wie Piccasos Farbpalette.

Bob Dylan Live 2015 - Die Bühne im Gewandhaus zu Leipzig
Die Bühne im Gewandhaus zu Leipzig

Nachtschatten

Der Großteil der aktuellen Lieder stammt jedoch nicht aus der Feder von Dylan. Aktuell liegt der Schwerpunkt auf dem neuen Album »SHADOWS IN THE NIGHT«. Eine ganze Platte mit Liedern, die Frank Sinatra einst berühmt gemacht haben. Lieder wie »THE NIGHT WE CALLED IT A DAY« oder »WHY TRY TO CHANGE ME NOW«. Bob Dylan geht auf in diesen Liedern. Er fühlt sie, er lebt sie – als wären es seine eigenen Kompositionen. Und irgendwie sind sie das auch geworden. Am berührendsten fand ich die Interpretation von »AUTUMN LEAVES«.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Erste Schwarznacht in Stelzendorf

Bordun´s Reise und der Hüter des Unklangs

Schwarznacht in Stelzendorf
Die Protagonisten: Danny Pohl und Marcus Dassler

Die Band Saitenhammer läd zur ersten Schwarznacht unter dem Motto »Bordun´s Reise und der Hüter des Unklangs« in die »Patisserie Bergmann« nach Stelzendorf. Ein kulturelles Highlight der Region »Thüringer Vogtland«.

Einfach grandios, was sich mein alter Freund Danny Pohl – zusammen mit seinem Musikerkollegen Marcus Dassler – hat einfallen lassen. Schon Wochen zuvor hatte ich versucht Details über das, was Danny da plante in Erfahrung zu bringen. Eine musikalische Reise sollte es werden. Eine Reise in die Fantasiewelt einer Geschichte, die er sich an langen Abenden irgendwo im Thüringer Vogtland ausdachte. Und daneben noch die passende Musik, die er zusammen mit Marcus komponierte. Mehr wollte er mir im Vorfeld nicht verraten.

Am 16. Januar 2016 war es endlich soweit. Premiere vor vollem Haus. Vom ersten Satz an war ich gefangen in der Welt rund um die mystische Stadt »Hymnia«. Jenen Ort, der keinen Schmerz, keine Krankheit und keinen Tod kennt. In Harmonie und Glückseeligkeit leben dort die Menschen. Aber auch solch ein Ort wird stets durch die »Dunkle Seite«, in Gestalt von Morgul bedroht … Der einsetztende Schneefall trug zur passendend Atmosphäre das seinige bei.

Schwarznacht in Stelzendorf
Extravagante Deko zur Schwarznacht

Die Geschichte ist richtig klasse geworden und viel zu umfangreich, als das ich hier näher darauf eingehen könnte. Außerdem möchte ich Danny da auch nicht vorgreifen. Im August 2016 ist die Veröffentlichung der Geschichte als Buch geplant.

Aufgeteilt in 2 Sets a 60 Minuten bestritten Danny und Marcus ihre musikalisch-lyrische Reise mit Bravour. Unermüdlich wurden Instrumente gewechselt, Lichteffekte insziniert und exotische Instrumente – darunter die sagenumwobene Flöte – präsentiert. Das Publikum war begeistert und applaudierte ausgelassen.

Ganz großen Respekt!

Hier gehts zur Bandseite von Saitenhammer

Samstag, 05. September 2015

Das vielleicht größte Rockalbum aller Zeiten

Abschied und Aufbruch

The Bootleg Series Vol. 4 Bob Dylan Live 1966 The “Royal Albert Hall” Concert
Das Album als CD und Vinyl

Dienstag, 17. Mai 1966. Free Trade Hall in Manchester. Bob Dylan ist aufgeregt. Wie vor jedem Konzert der aktuellen Tournee. Die innere Spannung zwischen seiner Kreativität und der Erwartung der Fans, droht den Künstler zu zerreißen.

Seit dem Newport Folkfestival im vergangenen Jahr, ist nichts mehr wie es einmal war. Der kurze Auftritt mit der Butterfield Blues Band - und ihm selbst an der elektrischen Gitarre - war einfach zuviel.

Er hatte der Protestbewegung der frühen Sechziger Jahre ihre größten Hyhmnen beschert. Diese stilisierte in umgehend bis zum Messias. War drauf und dran ihn vollkommen für sich zu vereinnamen. Wie kündigte ihn Peter Yarrow beim Newport Folkfestival von 1964 doch so passend an: »Hier ist er. Er gehört euch.«

Die Tournee von 1966 - und ganz speziell das Manchester-Konzert - war der Höhepunkt einer Entwicklung Dylans vom Folksänger zum Rockpoeten.

Den Beginn markierte das Album »Another Side of Bob Dylan«. Stand auf dem Vorgänger »The Times They Are A-Changin´« noch der sogenannte Protestsong im Mittelpunkt, so ging es bei Another Side fast ausschließlich um die Gefühle des Sängers. Liebeslieder statt Protest und Gesellschaftskritik. Großartige Epen wie Chimes Of Freedom und My Pack Pages gaben die Richtung vor in die es von nun an gehen sollte. Die Folkgemeinde war davon allerdings weniger begeistert.

The Bootleg Series Vol. 4 Bob Dylan Live 1966 The “Royal Albert Hall” Concert
Die Setlist

Noch deutlicher wurde der Bruch zwischen Vergangenheit und Zukunft auf dem Album »Bringing it All Back Home«. Nie zuvor wurden die zwei Seiten des Mediums Schallplatte besser genutzt. Eine akkustische und eine elektrische. Das Album beginnt mit der elektrischen. Ein Schock! Seite zwei macht da weiter, wo Dylan mit Another Side aufgehört hatte. Wäre es umgekehrt gewesen, hätte das Album eine allmähliche Entwicklung angedeutet. Aber so markiert es einen mehr als deutlichen Bruch. Mit »Bringing it All Back Home« und den folgenden zwei Alben: »Highway 61 Revisited« und »Blonde on Blonde« verändert Dylan die Musikwelt quasi im Alleingang. Für immer.

The Bootleg Series Vol. 4 Bob Dylan Live 1966 The »Royal Albert Hall« Concert fast diese aufregende Entwicklung von 1964 bis 1966 auf wunderbare Weise zusammen. Ein Dokument für die Ewigkeit.

Formate
Das Album gibt es als CD, Download und wenn man Glück hat, findet man noch die wunderschöne Vinyl-Box.

Das ist wirkliche Musikgeschichte! Hört mal rein. :)

Sonntag, 19. Juli 2015

Element of Crime - Kulturarena Jena 2015

Ein Traum im fünf achtel Takt

Elemet of Crime - Kulturarena 2015
Kulturarena - Theaterplatz Jena

Dunkle Wolken hängen über dem Theaterplatz in Jena. Die perfekte Kulisse für das heutige Konzert von Element of Crime. Es ist mein erstes und ich bin gespannt. Am Eingang ist schon kurz vor 18:30 Uhr jede Menge los. Man möchte einen der begehrten Sitzplätze ergattern. Regenschirme darf man eigentlich nicht mit auf das Gelände nehmen, aber die Security drückt in Anbetracht eines eventuell aufkommenden Unwetters, die Augen zu. Für den heutigen Abend werden 3.000 Besucher erwartet, womit das Konzert ausverkauft ist.

Pünktlich um 20:00 Uhr betreten Sven Regener (Gesang, Gitarre & Trompete), Jakob Friderichs (Gitarre), David Young (Bass), Richard Pappik (Schlagzeug) und Christian Komorowski (Violine, Saxofon) die Bühne der Kulturarena. Die Band ist topfit und in bester Spiellaune. Die Lieder der Band entfalten erst live ihre ganze Kraft und gewinnen enorm an Tiefe. Der Sound ist ein Traum. In der Hälfte des Konzerts fallen dann tatsächlich ein paar Tropfen Regen und ein Großteil des Publikums ist damit beschäftigt sich regenfest zu machen. Was man sich aber hätte sparen können, da es umgehend wieder aufhört zu regnen. Naja.

Die Band spielt derweil munter weiter. Ein Best-Of-Programm aus gut 30 Jahren Bandgeschichte, das keine Wünsche offen lässt. Die Zeit vergeht wie im Flug. Nach vier Zugaben ist mit „Dieselben Sterne“ endgültig Feierabend und Element of Crime entlassen ihr zufriedenes Publikum in eine laue Sommernacht.

Element of Crime - Kulturarena 2015 - Die Setlist

  • Damals hinterm Mond
  • Am Morgen danach
  • Rette mich (vor mir selbst)
  • Mehr als sie erlaubt
  • Gelohnt hat es sich nicht
  • Dunkle Wolke
  • Liebe ist kälter als der Tod
  • Nightmare
  • Am Ende denk ich immer nur an dich
  • Schade das ich das nicht war
  • Immer nur geliebt
  • Wenn der Wolf schläft müssen alle Schafe ruhen
  • Kaffee und Karin
  • Immer da wo du bist bin ich nie
  • Straßenbahn des Todes
  • Lieblingsfarben und Tiere
  • Weißes Papier
  • Delmenhorst
  • Vier Stunden vor Elbe 1
  • Draußen hinterm Fenster
  • Alten Resten eine Chance
  • Dieselben Sterne

Freitag, 17. Juli 2015

Bob Dylan Live in Bamberg 2015

Leichter Regen und etwas Sonnenschein

Bob Dylan live in Bamberg 2015 - Ticket
Bob Dylan Live - Die Eintrittskarte

Aufregung! Bob Dylan gibt ein Konzert in der Weltkulturerbe-Stadt. Mehr als passend wie ich finde. Gilt dieser Mann mit seiner unfassbaren Schaffenskraft und seinem enormen Einfluss auf die Musikwelt doch längst selbst als solches. Erneut tummeln sich in der Schlange am Einlass Menschen zwischen 10 und 80 Jahren. Neulinge, Dylanalogen, Neugierige und selbst ein paar unerschrockene 68iger haben den Weg zur Messe gefunden. Auch solche, die seit 40 Jahren auf die Rückkehr des „Jungen mit der Mundharmonika“ warten.

Drei Mal ertönt der Gong. Dann betritt die Band die Bühne und zupft ein paar Töne, die man als Intro werten könnte. Applaus. Ein dezentes, gelb-warmes Licht hebt Dylan mitten in „Things Have Changed“. Der Beginn eines knapp zweistündigen Konzertes. Es folgt „She Belongs To Me“ - ein kleiner Ausflug zu „Bringing It All Back Home“. Jenem Album von 1965, das den Bruch zwischen Alt und Neu endgülig besiegelte. Nun passt auch der Ton und Bob Dylan kann sich in die Songs werfen, die ihm zur Zeit wohl wirklich am Herzen liegen. Eine seit drei Jahren nur minimal veränderte Setlist sollte hier als Beweis genügen. „Beyond Here Lies Nothing“, „Workingman´s Blues #2", „Duquesne Whistle“ und dann wird getanzt. Und zwar zu „Waiting For You“. Düster und bedrohlich wird es mit „Pay In Blood“ und „Tangled Up in Blue“. Mit „I´m A Fool To Want You“ vom aktuellen Album „Shadows In The Night“ , dürfen die Besucher in Bamberg Zeuge einer Liveprämiere werden. Pause.

Bob Dylan live in Bamberg 2015 - Bühne
Bob Dylan Live - Blick auf die Bühne

Die Zeit wird genutzt um schnell noch den Merch-Stand in Augenschein zu nehmen. Bei einem T-Shirt Preis von 35,- werde ich es mir mit dem Kauf wohl bis zur nächsten Tour noch einmal überlegen. Der Gong ruft uns zurück in die Arena. Dort erwartet uns Bob Dylan schon mit „High Water (For Charley Patton)“. Nach „Simple Twist Of Fate“ gibt es meinen derzeitigen Lieblingssong: „Early Roman Kings“. Dieses Lied wird von Mal zu Mal besser und gewinnt unheimlich an Tiefe. Ein Wahnsinnssong! Dem steht „Forgetful Heart“ allerdings in nichts nach. Man könnte eine Stecknadel fallen hören, so ruhig ist es im Publikum. Bob Dylan hat diesen Song zu Perfektion gebracht. Mystisch kommen „Spirit On The Water“ und „Scarlet Town“ daher. Letzteres soll auf dem Album „Tempest“ gar mit einem Solo von Mark Knopfler veredelt worden sein. Man weis es nicht … „Soon After Midnight“ ist es zwar noch nicht, sondern erst kurz vor 22 Uhr und die „Long And Wasted Years“ lassen hoffentlich noch lang auf sich warten. Genauso wie die „Autumn Leaves“. Bob geht jedenfalls erstmal von der Bühne. Zugabe? Na klar doch!

Bob Dylan live in Bamberg 2015
Bob Dylan live in Bamberg

Ein letztes Mal an diesem Abend geht es in die 60iger zurück. „Blowin´ In The Wind“ - interessant was Dylan aus diesen Lied gemacht hat. Es klingt immer noch frisch, obwohl es schon unzählige Male von Gitarrenheros auf der ganzen Welt verunstaltet wurde und man dachte man könnte es nicht mehr ertragen. Ob er es wirklich selber geschrieben hat ist an diesem Abend nicht von Belang. „Love Sick“ beschließt den Konzertabend. Kurze Verbeugung, und dann ist er auch schon wieder weg. Zurück bleibt das gute Gefühl für 120 Minuten Teil von etwas nicht Alltäglichem gewesen zu sein. Und beim verlassen der Halle fällt leichter Regen …